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Arztpraxis
Der wichtigste Arbeitsbereich einer
Arztpraxis ist der Untersuchungs- und Behandlungsbereich
(Sprechzimmer), außerdem gibt es einen Verwaltungsbereich
für
- den Empfang
- die Abrechnung
- das Archiv
- die Dokumentation
- die Schriftguterstellung und
- den Telefondienst
Je nach Ausstattung besitzt eine Praxis
zusätzlich Funktionsbereiche
- zur Diagnostik (z.B. Röntgen-
oder Labordiagnostik)
- zur Therapie (z.B. Raum für
ambulante Operationen oder Physiotherapie)
Krankenhaus
Die verschiedenen Bereiche eines Krankenhauses
lassen sich durch ihre Aufgaben charakterisieren. Es gibt
zunächst die Bereiche
- der stationären Patientenversorgung
und
- der ambulanten Patientenversorgung
Weiterhin hat jedes Krankenhaus Funktionsbereiche
- für die Diagnostik (z.B.
Labors, Röntgen, Ultraschall) und
- für die Therapie (z.B.
Operationsbereiche, Physiotherapie) aber auch
- für zentrale Einrichtungen
(z.B. Apotheke, Blutbank, Organbank, Krankenaktenarchiv,
Bibliothek, Schreibdienst)
In der Krankenhausverwaltung unterscheidet
man Bereiche
- der allgemeinen Verwaltung (z.B.
Personalverwaltung, Mittelbewirtschaftung u.a.)
- der Patientenverwaltung und
- der Krankenkostenabrechnung
incl. Rechnungs- und Mahnwesen und
- der Technik sowie der Ver- und
Entsorgung
Dokumentation in der medizinischen
Forschung. Sie ist wie in jedem anderen Wissenschaftsgebiet
so zu führen,
dass eine wissenschaftliche Messung, Beobachtung oder
Erkenntnis mit denselben Ergebnissen nachvollziehbar, mit
der Wirklichkeit übereinstimmend und beobachterunabhängig
ist.
Sonstige nationale Einrichtungen
Neben Arztpraxis und Krankenhaus gibt
es eine ganze Reihe weiterer Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Die wichtigsten sind
- die staatlichen Gesundheitsämter
- der medizinische Dienst
- die Krankenkassen mit
- Primär- und Ersatzkassen
(gesetzliche Krankenkassen) mit zumeist pflichtversicherten
Mitgliedern
- private Krankenversicherungen
- die kassenärztlichen Vereinigungen
- Werks- /Betriebsärztliche
Dienste
- Rentenversicherungen
- Berufsgenossenschaften
- Bundes- und Landesgesundheitsministerien
- Bundesinstitute für Arzneimittel
Internationale Organisationen
Für die medizinische Literaturdokumentation
ist die National Library of Medicine in den USA, die schon
vor über 40 Jahren ihr Dokumentationssystem MEDLARS
(Medical Literature Analysis and Retrieval System) geschaffen
hat, besonders wichtig. Dieses umfassende medizinische
Literaturdokumentationssystem heißt heute MEDLINE: Der
deutsche Partner von Medline ist
das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation
und Information (DIMDI) in Köln.
Typische medizinische
Dokumentationen
Krankenakte
Die Krankenakte umfasst alle Dokumente,
die im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung eines
Patienten an einer medizinischen Einrichtung erstellt werden.
Zu den Informationen, die man gewöhnlich
in einer Krankenakte findet, gehören insbesondere
- Angaben zum Patienten, wie z.B.
Geburtsdatum, Name, Familienstand, Hausarzt, Kostenträger
u.a.
- Angaben zur Anamnese, zu den
Beschwerden und zum Anlass der Behandlung
- Angaben über angewandte
diagnostische Verfahren und deren Befunde sowie die daraus
abgeleiteten Diagnosen
- Beschreibung der durchgeführten
Therapie wie z.B. Medikation, Operation, physikalische
Behandlung usw.
- Darstellung des Krankheitsverlaufs,
das Ansprechen auf die Therapie, der aufgetretenen Komplikationen
und deren Behandlung
- Angaben zur Bewertung des Therapieerfolges,
zum Zustand des Patienten bei Entlassung und zu weiteren
therapeutischen Empfehlungen, ggf. auch zum Obduktionsbefund
- in gut geführten Krankenakten
auch Epikrisen, d.h. rückblickende und interpretierende
Darstellungen eines ganzen Behandlungsabschnittes
Elektronische Krankenakte
Schon heute enthalten die konventionellen
Krankenakten viele Computerausdrucke, wie z.B. Labor-,
Spirometrie-
oder Szintigrafiebefunde, sowie mit Textverarbeitungssystemen
erstellte Arztbriefe, Operationsberichte usw. Der Anteil
der mit dem Rechner erstellten Dokumente wird weiter zunehmen.
Deshalb wird daran gearbeitet, zukünftig die gesamte
Krankenakte nicht mehr auf Papier, sondern auf elektronischen
Datenträgern zu führen.
Für eine solche elektronische Krankenakte müssen
allerdings auch alle "manuell" erstellten Dokumente
(z.B. der Befund einer körperlichen Untersuchung) mit
einigem Aufwand in den Rechner eingegeben werden. Man kann
z.B. über Einscannen oder über Voice-Input Daten
erheben.
Krankenaktenarchive
Wenn man davon ausgeht, dass Krankenakten
30 Jahre lang aufbewahrt werden müssen, so sind für
jedes Krankenhausbett aufgrund von Erfahrungswerten etwa
zwischen 4 und 8 laufende Meter Regal für die traditionelle
Archivierung vorzusehen. Das sind für ein 500-Betten-Haus
rund 3.000 laufende Meter Regal oder 400.000 Krankenakten.
Alternative Speichermedien sind die
Mikroverfilmung von Krankenakten oder die digital-optische
Speicherung. Hierfür müssen allerdings alle Dokumente
in elektronischer Form vorliegen, d.h. zumindest ein Teil
muss erst "eingescannt" werden. Wichtig für
die nötige Permanenz (30 Jahre Aufbewahrungsfrist)
und Unveränderbarkeit (Urkundencharakter) ist die
Verwendung eines nur einmal beschreibbaren Speichermediums
("Write
once - read many": WORM).
Basisdokumentation
Die klinische Basisdokumentation ist
eine standardisierte Dokumentation medizinischer Basisdaten
und einiger grundlegender Merkmale aller Patienten einer
spezifischen medizinischen Versorgungseinrichtung.
Sie ermöglichen den Zugriff auf
die Krankenunterlagen von Patienten mit bestimmten Merkmalen
(z.B. bestimmten Diagnosen und/oder Therapien und/oder
Operationen). Außerdem können zu den dokumentierten
Merkmalen Statistiken erstellt werden.
Die Motivation für die Durchführung
einer klinischen Basisdokumentation in Krankenhäusern
ergibt sich aus folgenden Umständen:
- Gesetzliche Bestimmungen
- Entwicklungen in der Krankenhausfinanzierung
zur Transparenz des Betriebsgeschehens im Krankenhaus
- Für wissenschaftliche Untersuchungen
können Einzelfälle nach gewissen Grundmerkmalen
selektiert werden.
Befunddokumentation
Im Gegensatz zur klinischen Basisdokumentation
enthält die klinische Befunddokumentation nicht
nur die medizinischen Grunddaten eines Patienten, sondern
viele
(bzw. sämtliche) Einzelbefunde. Dazu gehören
Laborbefunde, Befunde körperlicher Untersuchungen,
Röntgenbefunde,
EEG-Befunde und viele andere. Eine Krankenakte ist daher
immer auch eine Befunddokumentation.
Klinische Studie
Eine Studie dient der systematischen,
Patienten übergreifenden Auswertung von Krankheitsverläufen,
in der Regel zur Beantwortung einer klinisch-wissenschaftlichen
oder epidemiologischen Fragestellung.
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