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Ab 2003 tritt an die Stelle des Entgeltsystems
nach der BPflV ´95 ein Vergütungssystem, das
sich an Diagnoses Related Groups orientiert. Grundsätzlich
handelt es sich beim Australian-Refined-Diagnosis-Related-Groups
(AR-DRGs) -System um ein eindimensionales Patientenklassifikationssystem,
in dem jeder Behandlungsperiode genau eine DRG-Fallgruppe
zugeordnet wird.
Primäres Ziel des DRG-Systems
ist die Bildung ökonomisch-homogener Gruppen, wobei
die größtmögliche medizinische Einheitlichkeit
zwar stets angestrebt wird, aber in vielen Details von sekundärer
Bedeutung bleibt (Rochell/Roeder 2000). Bei dem AR-DRG-System
handelt es sich mit seinen 661 effektiv abrechenbaren DRGs
um ein mittelgradig differenzierendes DRG-System auf einer
hochgradig differenzierten Grundlage von über 2000
darstellbaren nebendiagnosebezogenen Schweregradgruppen,
welche sich nach einer durchgehenden Systematik auf insgesamt
409 Basis-DRGs beziehen.
Die verschiedenen Behandlungsfälle
werden durch den als Entscheidungsbaum aufgebauten Gruppierungsalgorithmus
anhand mehrerer Kriterien über verschiedene Hierarchieebenen
in eine entsprechende DRG-Fallgruppe eingeordnet. Die durch
das AR-DRG-System zur Gruppierung genutzten Kriterien sind:
- Haupt-
und Nebendiagnosen nach ICD-10
- Haupt- und
Nebenleistungen (Prozeduren) nach OPS 301 in Deutschland
- Alter
- Geschlecht
- Geburts-
bzw. Aufnahmegewicht
- Verweildauer
- Tagesfallstatus
- Beatmungsstundenzahl
- Status der
psychiatrischen Zwangseinweisung
- Entlassungsart
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