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An die Stelle des Subsidiaritätsgedankens
sollten Elemente des Solidaritätsansatzes
treten, nach dem Regierungswechsel 1998. Der Begriff der
sogenannten neuen Mitte verdeutlich anschaulich die neue
Sichtweise.
Subsidiaritätsprinzip
"Das in der katholischen Soziallehre
entwickelte
Subsidiaritätsprinzip besagt erstens,
dass es gegen die Gerechtigkeit verstoße,
.das,
was die kleineren und untergeordneten Gemeinwesen leisten
und zum guten Ende führen können, für die
weitere und übergeordnete Gemeinschaft in Anspruch
zu nehmen
weil
jedwede Gesellschaftstätigkeit
subsidiär (ist); sie soll die Glieder des Sozialkörpers
unterstützen, darf sie aber niemals zerschlagen
oder aufsaugen" (päpstliche Enzyklika Quadragesima
anno von 1931)
Nach dieser Auffassung verdient Selbsthilfe
vor Fremdhilfe den Vorzug, sollte die Sorge der Kinder für
die Eltern der Hilfe der Gesellschaft für die alten
Menschen vorausgehen, sollten Gemeinden und Verbände
der freien Wohlfahrtspflege als Träger der Sozialpolitik
nicht durch Länder und Zentralstaat ihrer Aufgaben
beraubt werden.
Zweitens verlangt das Prinzip, dass
die Gemeinschaft die Individuen und kleineren Gemeinschaften
in den Stand setzt, sich möglichst weitgehend selbstverantwortlich
zu verwirklichen. Das Subsidiaritätsprinzip soll
die Entfaltung der personalen Kräfte ermöglichen,
Selbstbestimmung und Selbstverantwortung des Menschen
in
den ihn umgebenden Sozialgebilden fördern
Das Solidaritätsprinzip ist als Gestaltungsprinzip
für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft in der So-zialphilosophie
seit langem bekannt. In der Arbeiterbewegung, im Genossenschaftswesen
sowie vor allem in der katholischen Soziallehre ist das
Solidaritätsprinzip ein ideologischer Eckpfeiler.
Solidaritätsprinzip
In der Sozialpolitik besagt das Solidaritätsprinzip,
das die aus Übereinstimmungen in den Lebenslagen
und in den Lebensanschauungen resultierende, durch Zusammengehörigkeitsgefühl
und Interessenkonvergenz verstärkte, gruppenbildende
gegenseitige ( Schicksals-) Verbundenheit ein in Sozialordnung
gestalten das Prinzip ist bzw. sein soll.
Die Bildung von Solidargemeinschaften
zur Abwehr von Risiken und zum Ausgleich wirtschaftlicher
und sozialer Schwäche, handle es sich um relativ kleinen,
berufsständischen Organisationen früherer Zeit,
um die Versicherungsgemeinschaften der Arbeiter oder
der
Angestellten oder um die Staatsbürgerversorgung, geht
von der Existenz von Solidarität aus.
Auswirkungen des Solidaritätsstärkungsgesetzes:
- Reduzierung
der Selbstbeteiligungsanteile der Versicherten
- Die
Gesundheitssektoren wurden gedeckelt
- Im
Unterschied zu der Phase Kohl wurden die Daten jedoch
nicht prospektiv, sonder retrospektiv fixiert
- Monistische
Finanzierung
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